Wie bekommt man Zwillinge? Tatsächliche Einflussfaktoren, Mythen und Vorbereitung

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Zwillinge: Mythen, Tipps und Fakten

In Frankreich sind etwa 1,6 % aller Entbindungen Zwillingsgeburten. Das entspricht etwas mehr als 10.000 Zwillingsgeburten pro Jahr. Viele werdende Eltern fragen sich, ob sie ihre Chancen erhöhen können. Die ehrliche Antwort: Einige Faktoren spielen tatsächlich eine Rolle, aber keine natürliche Methode garantiert eine Zwillingsschwangerschaft. Hier erfahren Sie, was belegt ist, was ein Mythos ist und wie Sie sich in Ruhe auf die Ankunft von zwei Babys vorbereiten können.

Wie bekommt man Zwillinge? Die kurze Antwort

Es gibt keine verlässliche Methode, um Zwillinge zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit steigt vor allem durch:

  • Vererbung mütterlicherseits (familiäre Neigung zum doppelten Eisprung);
  • das Alter der Mutter, mit einem Höhepunkt zwischen 35 und 39 Jahren;
  • frühere Schwangerschaften: Die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Zahl der Kinder, die eine Frau bereits bekommen hat;
  • medizinisch unterstützte Fortpflanzung, die eine medizinische Behandlung ist und keine Methode, die man wählen sollte, um Zwillinge zu bekommen.

Sexstellungen, Hausmittel und vermeintliche Wundermittel unter den Lebensmitteln haben dagegen keine nachgewiesene Wirkung.

Eineiige oder zweieiige Zwillinge: Warum der Unterschied wichtig ist

Zweieiige Zwillinge (Dizygoten) entstehen aus zwei Eizellen, die von zwei Spermien befruchtet werden. Ihre Entstehung kann durch Vererbung, Alter oder eine Kinderwunschbehandlung wahrscheinlicher werden, denn dafür müssen zwei Eizellen freigesetzt werden.

Eineiige Zwillinge (Monozygoten) entstehen aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich teilt. Dies geschieht zufällig: Ihre Häufigkeit ist weltweit ungefähr gleich, und es ist kein Faktor bekannt, mit dem sie sich beeinflussen ließe.

Welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge tatsächlich erhöhen

Vererbung, insbesondere mütterlicherseits

Wenn Ihre Mutter, Ihre Schwester oder Ihre Großmutter mütterlicherseits zweieiige Zwillinge bekommen hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass bei Ihnen in einem Zyklus zwei Eizellen freigesetzt werden. Diese Neigung zum doppelten Eisprung kann in Familien vererbt werden.

Und der Vater? Er beeinflusst den Eisprung seiner Partnerin nicht. Er kann diese genetische Veranlagung jedoch an seine Töchter weitergeben, die dann ihrerseits eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, Zwillinge zu bekommen.

Vererbung, insbesondere mütterlicherseits

Wenn Ihre Mutter, Ihre Schwester oder Ihre Großmutter mütterlicherseits zweieiige Zwillinge bekommen hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass bei Ihnen in einem Zyklus zwei Eizellen freigesetzt werden. Diese Neigung zum doppelten Eisprung kann in Familien vererbt werden.

Und der Vater? Er beeinflusst den Eisprung seiner Partnerin nicht. Er kann diese genetische Veranlagung jedoch an seine Töchter weitergeben, die dann ihrerseits eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, Zwillinge zu bekommen.

Das Alter der werdenden Mutter

Mit zunehmender Nähe zum 40. Lebensjahr machen hormonelle Veränderungen doppelte Eisprünge häufiger. Spontane Zwillingsschwangerschaften treten daher bei Frauen zwischen 35 und 39 Jahren häufiger auf. Das ist einer der Gründe, warum sich die Zwillingsrate in Frankreich seit den 1970er-Jahren nahezu verdoppelt hat: Frauen bekommen ihre Kinder später.

Die Zahl früherer Schwangerschaften

Eine Frau, die bereits mehrere Kinder bekommen hat, erwartet bei einer weiteren Schwangerschaft statistisch gesehen mit höherer Wahrscheinlichkeit Zwillinge. Wie beim Alter handelt es sich um einen beobachteten Zusammenhang, nicht um etwas, das man gezielt beeinflussen kann.

Kinderwunschbehandlung (Eierstockstimulation, IVF)

Die medizinisch unterstützte Fortpflanzung ist neben dem Alter der Mutter ein weiterer wichtiger Faktor für den Anstieg der Zwillingsgeburten. Behandlungen zur Stimulation des Eisprungs können bewirken, dass mehrere Eizellen freigesetzt werden. Bei einer IVF können zudem mehrere Embryonen übertragen werden.

Medizinische Teams bemühen sich heute jedoch darum, Mehrlingsschwangerschaften zu begrenzen, da sie für Mutter und Babys mit höheren Risiken verbunden sind. Deshalb wird zunehmend nur ein Embryo übertragen. Eine Kinderwunschbehandlung dient dazu, Schwierigkeiten bei der Empfängnis zu behandeln. Sie ist keine Möglichkeit, sich Zwillinge „auszusuchen“, und Medikamente zur Fruchtbarkeitsbehandlung dürfen nicht ohne ärztliche Betreuung eingenommen werden.

Körperbau

Studien beobachten etwas mehr Zwillingsschwangerschaften bei größeren Frauen oder Frauen mit einem höheren BMI. Das ist lediglich eine statistische Korrelation: Das eigene Gewicht zu verändern, um die Chancen zu erhöhen, ist nicht sinnvoll und wird nicht empfohlen.

Sexstellungen, Hausmittel, Ernährung: Was ein Mythos ist

Gibt es eine Sexstellung, die Zwillinge begünstigt?

Nein. Eine Zwillingsschwangerschaft hängt davon ab, was in den Eierstöcken geschieht (ob eine oder zwei Eizellen freigesetzt werden) oder ob sich die befruchtete Eizelle teilt. Keine Stellung beim Geschlechtsverkehr beeinflusst diese Vorgänge.

Hausmittel, um mit Zwillingen schwanger zu werden

Yamswurzeln, Süßkartoffeln, Milchprodukte, Kräutertees: Solche Tipps kursieren schon lange. Die Yamswurzel wird häufig genannt, weil Nigeria, wo sie in großen Mengen verzehrt wird, eine der höchsten Zwillingsraten weltweit aufweist. In dieser Bevölkerung besteht allerdings auch eine starke genetische Veranlagung. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Ernährung ist nicht nachgewiesen.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist weiterhin sinnvoll, um sich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Sie erhöht aber nicht die Wahrscheinlichkeit, zwei Babys zu bekommen.

Folsäure und Vitamine

Vitamin B9 (Folsäure) wird allen Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, um bestimmten Fehlbildungen beim Baby vorzubeugen. Es sollte nach ärztlicher Beratung eingenommen werden und dient nicht dazu, die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge zu erhöhen.

Das Wichtigste: Ob man Zwillinge bekommt, kann man nicht selbst bestimmen. Die beste Vorbereitung sind eine ärztliche Betreuung ab Beginn der Schwangerschaft … und etwas vorausschauende Planung für die Ankunft von zwei Babys zu Hause.

Woran erkennt man, ob man Zwillinge erwartet?

Mögliche Anzeichen – aber keine verlässlichen

Stärkere Müdigkeit, ausgeprägtere Übelkeit, ein Bauch, der schneller wächst: Diese Anzeichen werden bei Zwillingsschwangerschaften häufig berichtet. Sie treten jedoch auch bei vielen Schwangerschaften mit nur einem Kind auf. Mit keinem Hausmittel lässt sich feststellen, ob man Zwillinge erwartet.

Auch ein Urin-Schwangerschaftstest kann Zwillinge nicht nachweisen, selbst wenn die Testlinie sehr schnell erscheint. Ein hoher Beta-hCG-Wert im Bluttest kann ein Hinweis auf Zwillinge sein, bestätigt sie aber nicht.

Nur der Ultraschall liefert Gewissheit

Eine Zwillingsschwangerschaft wird durch einen Ultraschall bestätigt. Bei der Untersuchung im ersten Trimester (zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche) lässt sich auch feststellen, ob die Babys eine gemeinsame Plazenta haben. Diese Information, die sogenannte Chorionizität, ist für die gesamte weitere Betreuung der Schwangerschaft entscheidend.

Zwillingsschwangerschaft: In welcher Woche kommen die Babys zur Welt?

Eine Zwillingsschwangerschaft dauert in der Regel kürzer als eine Schwangerschaft mit einem Kind. Das französische Fachkollegium für Gynäkologie und Geburtshilfe (CNGOF) empfiehlt, die Geburt wie folgt zu planen:

  • zwischen der 37. SSW und der 38. SSW + 6 Tage, wenn jedes Baby eine eigene Plazenta hat (dichoriale Schwangerschaft);
  • zwischen der 36. SSW und der 37. SSW + 6 Tage, wenn sich die Babys eine Plazenta teilen (monochoriale Schwangerschaft).

Eine frühere Geburt ist weiterhin häufig. Die Untersuchungen finden öfter statt als bei einer Schwangerschaft mit einem Kind. Das medizinische Team legt fest, welcher Zeitplan im Einzelfall passt.

Gut zu wissen: Da Zwillinge häufig vor dem üblichen Geburtstermin zur Welt kommen, sollte ihr Zimmer möglichst im 6. oder 7. Schwangerschaftsmonat fertig sein.

Die Ankunft von Zwillingen vorbereiten: das Zimmer praktisch einrichten

Zwei Babys bedeuten zwei Schlafplätze, zwei Matratzen und deutlich mehr Windelwechsel. Wenn Sie das Zimmer schon während der Schwangerschaft gut planen, sparen Sie in den ersten Monaten wertvolle Zeit.

Ein Zwillingsbett oder zwei Babybetten?

Jedes Baby braucht seinen eigenen Schlafplatz mit eigener Matratze. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.

Ein Zwillingsbabybett. Es vereint zwei Schlafplätze in einem Möbelstück, oft mit Wickelauflage und Stauraum. Für Nächte, in denen beide Babys versorgt werden müssen, ist das besonders praktisch. Das mitwachsende Zwillingsbabybett WILLOW ist ein gutes Beispiel dafür:

  • anfangs zwei getrennte Schlafplätze, jeweils mit eigener Wickelauflage und Stauraum;
  • später lässt es sich in zwei Gitterbetten mit je 70 × 140 cm und zwei separate Wickelkommoden und anschließend in zwei kleine Kinderbetten umwandeln;
  • Füße und Gitterstäbe aus PEFC-zertifiziertem massivem Buchenholz, wasserbasierte Farbe ohne Lösungsmittel oder flüchtige organische Verbindungen (VOC);
  • in Zusammenarbeit mit einem französischen Fertigungspartner entwickelt.

→ Alle unsere Zwillingsbabybetten ansehen.

Zwei passende Babybetten. Sie lassen sich flexibler aufstellen, passen auch in ein längliches Zimmer und ermöglichen es, die Kinder später getrennt schlafen zu lassen. Entscheiden Sie sich am besten für ein mitwachsendes Babybett, das zum Kinderbett wird und Ihnen eine Neuanschaffung im Alter von etwa zwei oder drei Jahren erspart. Einen ausführlichen Vergleich der Möglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber: Welche Babybetten eignen sich für Zwillinge?

Das Wichtigste für ein Zwillingszimmer

  • Zwei Schlafplätze (ein Zwillingsbett oder zwei Babybetten)
  • Zwei feste Babymatratzen, die genau in die Betten passen
  • Ein gut ausgestatteter Wickelbereich: eine Babykommode mit Wickelaufsatz
  • Doppelt so viel Stauraum für Kleidung und Wäsche: ein Babykleiderschrank
  • Bettwäsche in doppelter oder sogar dreifacher Menge

Richten Sie den Wickelbereich möglichst nah an den Betten ein und lassen Sie für die Nächte einen freien Durchgang zwischen den Schlafplätzen. Weitere Ideen zur Einrichtung finden Sie in unserem Artikel So richten Sie ein Zwillingszimmer ein. Für die Zeit nach der Rückkehr aus der Geburtsklinik haben wir außerdem Tipps dazu, wie Zwillinge in ihrem Zimmer schlafen können.

An später denken: Möbel, die mit den Kindern mitwachsen

Zwillinge wachsen schnell – und gleichzeitig. Mitwachsende Möbel ersparen Neuanschaffungen: Das Babybett wird zum Kinderbett, die Wickelkommode zu einer einfachen Aufbewahrungskommode.

Wenn später der Platz knapp wird, schafft ein Etagenbett mehr Bodenfläche zum Spielen. Achtung: Das obere Bett eignet sich erst ab sechs Jahren. Bis dahin ist ein Ausziehbett eine gute Alternative für zwei Kinder in einem Zimmer.

 

FAQ

Ein Wundermittel gibt es nicht. Einige natürliche Faktoren scheinen Zwillingsschwangerschaften jedoch zu begünstigen, insbesondere bei zweieiigen Zwillingen. Das Alter der Mutter ist entscheidend: Ein doppelter Eisprung tritt um das 37. Lebensjahr am häufigsten auf. Auch eine Ernährung mit vielen Yamswurzeln oder Süßkartoffeln könnte, wie in Nigeria beobachtet, den Zyklus beeinflussen – durch eine östrogenähnliche Substanz.

Ja, die Genetik spielt eine wichtige Rolle, vor allem bei zweieiigen Zwillingen. Wenn es in Ihrer mütterlichen Familie Zwillinge gibt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass bei Ihnen mehrere Eizellen freigesetzt werden. Diese Veranlagung ist erblich und wird über Frauen weitergegeben.

Auch der Vater spielt eine Rolle, wenn auch nur indirekt: Er kann die Schwangerschaft seiner Partnerin nicht beeinflussen, aber die genetische Veranlagung zu einer "Superovulation" an seine Töchter weitergeben. Diese haben dann, wenn sie selbst Mütter werden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu bekommen.

Manche körperlichen Anzeichen sind oft stärker ausgeprägt als bei einer Schwangerschaft mit einem Kind. Ein sehr schnell und stark ansteigender Beta-hCG-Wert gilt als aussagekräftiger biologischer Hinweis. Körperlich berichten werdende Mütter häufig von extremer Müdigkeit, stärkerer Übelkeit und einem Bauch, der schneller wächst.

Eine verlässliche Bestätigung liefert jedoch nur der Ultraschall zur Bestimmung des Schwangerschaftsalters, der in der Regel zwischen der 7. und 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird.

Eine Zwillingsschwangerschaft ist von Natur aus kürzer als eine Schwangerschaft mit einem Kind. Im Durchschnitt erfolgt die Entbindung um die 36. bis 37. Schwangerschaftswoche (SSW). Die Babys gelten häufig als Frühgeborene und müssen intensiver überwacht werden.

Der Geburtstermin hängt auch von der Art der Schwangerschaft ab: Bei Zwillingen mit zwei Plazenten (dichoriale Schwangerschaft) wird die Entbindung häufig zwischen der 37. und 39. Woche geplant. Teilen sich die Babys eine Plazenta (monochoriale Schwangerschaft), empfehlen Ärztinnen und Ärzte für ihre Sicherheit in der Regel eine etwas frühere Geburt zwischen der 36. und 37. Woche.

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